Die fünf wichtigsten Aspekte des Jüngermachens
Bei Greater Europe Mission wollen wir Jüngerinnen und Jünger sein, die wiederum Jünger machen. In allen Bereichen unseres Lebens möchten wir uns von anderen prägen lassen und selbst Jüngermacher sein, damit sich Gottes Reich in ganz Europa vervielfacht.
Aber wie sieht das in der Praxis aus? Und wie können alle Nachfolger Jesu aktiv und wirksam Jünger für Jesus machen?
1. Den Missionsbefehl ausleben
Am Ende des Matthäusevangeliums, nach der Auferstehung Jesu, sendet Er seine ersten Jünger – zweifelnd und doch voller Glauben – aus, um Botschafter der guten Nachricht von Gottes Reich zu sein (Matthäus 28,19).
Dieser Vers, der für seinen globalen Missionsauftrag bekannt ist, richtet sich nicht nur an interkulturelle Mitarbeitende, sondern an alle Nachfolger Jesu. Es gibt hier keine Einschränkung oder Fußnote. Jesus beauftragt alle Christinnen und Christen, Teil des Auftrags zu sein, Jünger aus allen Nationen zu machen.
2. Das Doppelgebot der Liebe verkörpern
In Matthäus 22 wird Jesus von einem Gesetzeslehrer gefragt: „Welches ist das höchste Gebot im Gesetz?“
„Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« Dies ist das höchste und erste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ (Matthäus 22,37–40)

Ein Lebensstil des Jüngermachens ohne die Verkörperung der Liebe zu Gott und zum Nächsten verfehlt Gottes Absicht. Wir müssen treu darin sein, Jünger unter den Nationen zu machen – und das mit einem Herzen voller Liebe. Aber wir können es nicht allein tun.
3. Gemeinsam am Reich Gottes bauen
Wenn du kurz vor deinem Tod eine letzte Botschaft an deine Freunde richten könntest – was würdest du sagen? Im Johannesevangelium dürfen wir in den Raum blicken, in dem Jesus genau das mit seinen engsten Freunden tat, kurz vor seiner Kreuzigung. Was sagte er?
Jesus betete: „dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“ (Johannes 17,21)
Jesu letztes Gebet für seine Nachfolger – sowohl für die, die bei ihm waren, als auch für alle zukünftigen – war ein Gebet für Einheit und Zusammenarbeit. Jesus wusste, dass es etwas völlig Neues und Revolutionäres sein würde, Menschen aus unterschiedlichen Lebenssituationen, Kulturen und Hintergründen zu einer Familie zusammenzuführen. Durch dieses Beispiel sollten andere glauben.
In einer Welt, die von Spaltungen zerrissen ist, ist mit anderen Nachfolgern Jesu aus unterschiedlichen Traditionen und Prägungen zusammenzuarbeiten, nötiger denn je. Doch all unser Bemühen, den Missionsauftrag zu erfüllen, das höchste Gebot zu leben und in Einheit zusammenzuarbeiten, wäre vergeblich, würden wir die grundlegende Erinnerung vergessen, mit der Christus seinen Auftrag in Matthäus 28 einrahmt.
„Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ (V.18b) und zwei Verse später: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (V.20b)
4. Den Zuspruch Christi festhalten
Das Leben mit Gott in seiner Mission bedeutet, dass wir immer tiefer erkennen, wie sehr Christus uns liebt und bei uns ist. Er ist immer mit uns und Er hat Autorität über Himmel und Erde.
Diese Erinnerung befreit uns von der falschen Vorstellung, es sei unsere Aufgabe, die Welt zu retten. Das ist sie nicht, es ist Gottes Werk. Und sie befähigt uns, unseren Teil in seiner großen Mission zu erfüllen, indem wir wissen, dass wir von Gott geliebt sind und diese Wahrheit unsere Hingabe antreibt.
Aber warum tun wir das alles? Warum ist es überhaupt wichtig?
5. Erwarte die große Vollendung
Im Buch der Offenbarung sieht Johannes eine Vision dessen, was kommen wird – ein Bild, das die Nachfolger Jesu seit zwei Jahrtausenden bewegt:
„Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen“. (Offenbarung 7,9)

Am Ende, wenn Christus kommt, um die Geschichte zu vollenden und alles zu versöhnen, wird ein Überrest aus jeder Nation, jedem Stamm und jeder Sprache vertreten sein. Gott wird verherrlicht in der Fülle und Vielfalt seiner Schöpfung. Diese Hoffnung ist es, die unsere Bemühungen antreibt, Jünger in Europa zu machen: Europa durch Christus verwandelt zu sehen und die Ewigkeit mit Menschen aus allen Nationen Europas erfüllt zu wissen.
Übersetz von Lizzie Modrow aus den Artikeln: „The Five Most Critical Things About Disciple-Making„, GEM International, Link: https://gemission.org/five-things-about-discipleship/